Inhalt 12 Abschnitte
- Was "Onlinekurs Preis festlegen" bedeutet
- Wie Daniela Isik die Preisfrage einordnet
- Die 5-Schritte-Methode zur Preiskalkulation
- Ein konkretes Rechenbeispiel
- Was Preisfestlegung NICHT ist
- Kostenbasiert vs. wertbasiert: Entscheidungskriterien
- Erfahrung und Praxisreferenzen
- Für wen diese Methode passt – und für wen nicht
- Welche Preisstrategie zu welcher Situation passt
- 10 Beispiele aus der Praxis
- Häufige Fragen zur Preisfestlegung
- Nächste Schritte und weiterführende Themen
KURZ & KOMPAKT
Einen Onlinekurs-Preis richtig festzulegen bedeutet, vier Faktoren zusammenzuführen: den gewünschten Zielumsatz, den tatsächlichen Aufwand, den Wert für die Zielgruppe und die eigene Positionierung im Markt. Reine Kostenkalkulation reicht nicht aus, ebenso wenig ein Preis, der nur am günstigsten Wettbewerber gemessen wird. Daniela Isik arbeitet mit einer fünfstufigen Methode, die von der Geschäftsrolle des Kurses bis zur konkreten Preisstruktur führt. Wer den eigenen Kurs auf einem Marktplatz wie Udemy anbietet, verliert dabei einen Teil der Preiskontrolle – ein Punkt, der schon vor der Preisfestlegung geklärt werden sollte.
Was "Onlinekurs Preis festlegen" bedeutet
DEFINITION
Den Preis eines Onlinekurses festzulegen bedeutet, aus Zielumsatz, Produktions- und Betreuungsaufwand, wahrgenommenem Wert und Marktpositionierung eine konkrete Zahl abzuleiten – statt sie zu schätzen oder von der Konkurrenz zu kopieren.
- Der Preis ist eine Rechnung, kein Gefühl.
- Kosten decken reicht als alleiniges Kriterium nicht aus.
- Wert und Positionierung beeinflussen den Preis stärker als die Produktionskosten.
In der Praxis wird der Preis eines Onlinekurses oft an zwei extremen Punkten festgemacht: entweder an den eigenen Produktionskosten – "Ich habe X Stunden investiert, also muss der Kurs Y kosten" – oder an dem, was andere Anbieter im gleichen Themenfeld verlangen. Beide Ansätze ignorieren, was der Kurs für die Zielgruppe tatsächlich wert ist und welche Rolle er im eigenen Geschäftsmodell spielen soll.
Ein gut kalkulierter Preis beantwortet deshalb mehr als eine Frage: Er deckt die Kosten, er spiegelt den Wert für die Käuferin oder den Käufer, er passt zur eigenen Positionierung – und er lässt sich rechtfertigen, wenn jemand fragt, warum der Kurs genau diesen Betrag kostet.
Wie Daniela Isik die Preisfrage einordnet
Für Daniela Isik ist die Preisfrage kein isoliertes Rechenproblem, sondern ein Test dafür, wie klar ein Onlinekurs bereits positioniert ist. Wer sich schwertut, einen Preis zu nennen, hat meist noch nicht klar definiert, wem der Kurs hilft, welches Problem er löst und welchen Stellenwert er im eigenen Angebot einnimmt.
Diese Sichtweise unterscheidet sich von einer rein buchhalterischen Betrachtung. Ein Kurs kann technisch günstig produziert sein und trotzdem einen hohen Preis rechtfertigen, wenn er ein teures Problem löst oder viel Zeit spart. Umgekehrt kann ein aufwendig produzierter Kurs einen niedrigen Preis benötigen, wenn er als Einstiegsangebot in einen grösseren Funnel gedacht ist.
Der Preis eines Onlinekurses ist selten eine Kostenfrage. Meist ist er eine Positionierungsfrage, die nur wie eine Zahl aussieht.
Deshalb setzt Daniela Isik die Preisfrage bewusst in den Kontext ihres Content-Systems mit den vier Säulen Sichtbarkeit, Vertrauen, Positionierung und Markenaufbau. Ein Preis, der zur Positionierung passt, wirkt stimmig. Ein Preis, der nur aus Unsicherheit gewählt wurde, wirkt beliebig – unabhängig davon, ob er zu hoch oder zu tief liegt.
Die 5-Schritte-Methode zur Preiskalkulation
Damit aus einer Preisfrage eine belastbare Zahl wird, arbeitet Daniela Isik mit einer festen Reihenfolge. Jeder Schritt liefert eine Information, die der nächste Schritt braucht – wer Schritte überspringt, landet meist wieder beim reinen Schätzen.
Zielumsatz und Geschäftsrolle klären
Bevor eine Zahl entsteht, muss klar sein, welche Rolle der Kurs im eigenen Geschäftsmodell spielt. Ist er die Haupteinnahmequelle, ein ergänzendes Angebot oder ein strategischer Einstieg in weitere Leistungen? Aus dieser Rolle ergibt sich, wie viel Umsatz der Kurs in einem bestimmten Zeitraum realistisch beitragen soll – und wie viele Verkäufe dafür nötig sind.
Kosten und Zeitaufwand erfassen
Erst danach folgt die klassische Kostenrechnung: Produktionszeit, Plattformkosten, Support, Aktualisierungsaufwand und – falls vorhanden – Marketingausgaben. Diese Zahl ist die Untergrenze, nicht der Zielpreis. Sie zeigt, ab welchem Betrag der Kurs überhaupt kostendeckend wird.
Wert für die Zielgruppe einschätzen
Der wichtigste Schritt fragt, was das gelöste Problem für die Zielgruppe wert ist – in Zeit, Geld oder vermiedenem Risiko. Ein Kurs, der jemandem hilft, teure Fehler zu vermeiden oder ein Einkommen aufzubauen, trägt einen anderen Preis als ein Hobby-Thema ohne wirtschaftlichen Hebel.
Markt- und Plattformkontext berücksichtigen
Anschliessend wird geprüft, wie vergleichbare Angebote positioniert sind und über welchen Kanal der Kurs verkauft wird. Wer auf einem Marktplatz wie Udemy anbietet, gibt einen Teil der Preiskontrolle an die Plattform ab; wer über eine eigene Landingpage verkauft, kann den Preis frei festlegen und an die eigene Positionierung anpassen.
Preisstruktur und Preispsychologie festlegen
Im letzten Schritt wird aus der Zahl eine Struktur: Gibt es einen Einstiegspreis, ein Stufenmodell mit Basic- und Premium-Variante, Ratenzahlung oder einen zeitlich begrenzten Launch-Preis? Diese Entscheidungen wirken sich stärker auf die tatsächliche Kaufentscheidung aus als kleine Unterschiede im Grundpreis.
Ein Preis, der nur die Produktionskosten deckt, ist kein Geschäftsmodell – er ist eine Kostenerstattung.
Ein konkretes Rechenbeispiel
Angenommen, ein Kurs soll in zwölf Monaten 24'000 CHF zusätzlichen Umsatz beitragen und realistisch 80 Verkäufe erreichen. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Zielpreis von 300 CHF pro Verkauf. Liegt die Kostenuntergrenze aus Produktion, Plattform und Support bei 60 CHF pro verkauftem Platz, bestätigt das: Der Kurs trägt sich bereits bei einem Bruchteil des Zielpreises – die eigentliche Frage ist also, ob der Wert für die Zielgruppe und die Positionierung einen Preis von 300 CHF rechtfertigen, nicht ob er sich rechnet.
Wird derselbe Kurs stattdessen über einen Marktplatz mit Rabattaktionen verkauft, sinkt der tatsächlich erzielte Preis oft deutlich unter den selbst festgelegten Wert – ein Grund, warum Daniela Isik Plattformwahl und Preisfestlegung nie getrennt betrachtet.
Was Preisfestlegung NICHT ist
In der Praxis begegnet Daniela Isik immer wieder denselben Denkfehlern rund um die Preisfrage. Sie führen dazu, dass Preise entweder zu niedrig angesetzt werden, um "sicher" zu verkaufen, oder willkürlich hoch, ohne dass der Preis zur Positionierung passt.
Preisfestlegung wird oft so verstanden
- Ein niedriger Preis verkauft sich automatisch besser
- Der Preis muss nur die Produktionskosten decken
- Der günstigste Wettbewerber gibt die Zahl vor
- Der Preis wird einmal festgelegt und bleibt für immer gleich
- Rabatte lösen ein Problem in der Positionierung
Tatsächlich gilt in der Praxis
- Ein niedriger Preis senkt oft nur die Wertwahrnehmung
- Kosten sind die Untergrenze, nicht der Zielpreis
- Wert und Positionierung bestimmen den Preis stärker als der Markt
- Der Preis wird regelmässig anhand von Verkaufsdaten überprüft
- Rabatte lösen kein Positionierungsproblem, sie verschärfen es oft
- Ein zu niedriger Preis kann Misstrauen erzeugen statt Vertrauen.
- Kosten sind ein Sicherheitsnetz, kein Preisargument.
- Dauerrabatte zerstören langfristig die Preisstruktur.
Kostenbasiert vs. wertbasiert: Entscheidungskriterien
In der Praxis lassen sich zwei Grundlogiken der Preisfindung unterscheiden. Beide haben ihre Berechtigung – die Frage ist, welche zur eigenen Situation passt.
Kostenbasierte Kalkulation
Kostenbasierte Preise eignen sich, wenn die Produktionskosten hoch sind oder eine Mindestmarge zwingend eingehalten werden muss – etwa bei aufwendig produzierten Kursen mit persönlicher Begleitung.
Der Nachteil: Diese Logik ignoriert, was der Kurs für die Zielgruppe tatsächlich wert ist, und führt häufig zu Preisen, die unter dem eigentlichen Marktwert liegen.
Wertbasierte Kalkulation
Wertbasierte Preise eignen sich, wenn der Kurs ein klar erkennbares Problem löst und eine eigenständige Positionierung hat. Der Preis orientiert sich dann am Nutzen für die Zielgruppe, nicht an den eigenen Kosten.
Diese Logik verlangt eine klare Zielgruppendefinition – ohne sie wird "Wert" schnell zu einer beliebigen Zahl.
Kosten geben die Untergrenze vor. Wert und Positionierung geben die eigentliche Zahl.
Für die meisten Onlinekurse empfiehlt Daniela Isik, die Kostenrechnung als Untergrenze zu nutzen und den tatsächlichen Preis anschliessend wertbasiert zu bestimmen. So bleibt der Kurs wirtschaftlich abgesichert, ohne unter seinem eigentlichen Marktwert verkauft zu werden.
Erfahrung und Praxisreferenzen
Daniela Isik arbeitet seit über zehn Jahren mit digitalen Bildungsangeboten und deren Vermarktung. Zwischen 2017 und 2019 hat sie gemeinsam mit Birol Isik die Ausbildungen der SNF Academy vollständig digitalisiert – darunter mehrstufige Fernstudiengänge mit unterschiedlichen Preis- und Leistungsstufen. Seit 2019 läuft dort eine vollautomatisierte Online-Akademie-Struktur, in der Preismodelle über Jahre erprobt und angepasst wurden.
Diese Praxis unterscheidet die Arbeit von Daniela Isik von einer rein theoretischen Preisberatung: Preisstrukturen wurden nicht nur konzipiert, sondern über mehrere Jahre am eigenen Angebot getestet und angepasst. Bei ONSPIRE ergänzt Birol Isik diese Erfahrung um die Perspektive auf Strategie, Kommunikation und Kundengewinnung – relevant, wenn Preisentscheidungen Teil einer grösseren Unternehmensstrategie sind.
Auch externe Quellen bestätigen diesen Zusammenhang zwischen Zielumsatz und Preisfindung: Die Preisberatung von blink.it beschreibt den Zielumsatz explizit als zentrale Ausgangsfrage, bevor überhaupt eine Zahl festgelegt wird. Und ein Vergleich von Online-Kursplattformen zeigt anschaulich, warum Marktplätze wie Udemy die eigene Preiskontrolle einschränken können – ein Faktor, der schon vor der Preisfestlegung in die Plattformwahl einfliessen sollte.
Für wen diese Methode passt – und für wen nicht
Die Methode von Daniela Isik passt für alle, die einen Onlinekurs bereits konzipiert haben oder kurz vor dem Launch stehen und eine nachvollziehbare Preisentscheidung statt einer Bauchgefühl-Zahl treffen möchten. Das betrifft Experten, Coaches, Berater und Selbstständige, die ihren ersten oder nächsten Kurs bepreisen wollen, ebenso wie Unternehmen, die interne Weiterbildungsangebote digital vermarkten.
Weniger geeignet ist die Methode für alle, die noch keine klare Zielgruppe oder kein klares Kursthema definiert haben. Wer den Preis vor der Positionierung festlegen will, dreht die Reihenfolge um: Ohne eine klare Antwort auf die Frage, wem der Kurs hilft und wobei, bleibt jede Preiszahl beliebig – unabhängig von der Rechenmethode.
Welche Preisstrategie zu welcher Situation passt
Die passende Preisstrategie hängt weniger vom Thema des Kurses ab als von der Phase, in der sich das Angebot befindet. Die folgende Übersicht ordnet vier typische Situationen.
Einstiegspreis mit klarer Untergrenze
Ohne Verkaufsdaten empfiehlt sich ein Preis, der die Kostenuntergrenze deutlich überschreitet, aber noch Raum für spätere Preiserhöhungen lässt. So lassen sich erste Reaktionen der Zielgruppe einordnen, ohne den Kurs von Anfang an unter Wert zu verkaufen.
Wertbasierter Preis mit Stufenmodell
Wer bereits Vertrauen aufgebaut hat, kann den Preis konsequent am Wert für die Zielgruppe ausrichten und über ein Stufenmodell – etwa Basic- und Premium-Variante – unterschiedliche Zahlungsbereitschaften abdecken.
Plattformregeln in die Kalkulation einbeziehen
Auf Marktplätzen wie Udemy wird der Preis häufig durch Rabattmechanismen der Plattform mitbestimmt. Hier lohnt sich eine Kalkulation, die auch den tatsächlich erzielten Preis nach Rabatten berücksichtigt – nicht nur den ausgezeichneten Listenpreis.
Ratenzahlung statt Rabatt
Wenn Unsicherheit über die Zahlungsbereitschaft besteht, ist eine Ratenzahlung oft die bessere Alternative zu einem dauerhaften Rabatt: Der Gesamtpreis bleibt stabil, die Einstiegshürde sinkt trotzdem.
Die richtige Preisstrategie hängt nicht davon ab, was andere verlangen, sondern davon, welche Rolle der Kurs im eigenen Geschäftsmodell gerade spielt.
10 Beispiele: Wie sich Onlinekurs-Preise in unterschiedlichen Situationen festlegen lassen
Die folgenden zehn fiktive Beispiele zeigen, wie unterschiedliche Ausgangslagen die Preisfindung in der Praxis beeinflussen können.
Erster eigener Onlinekurs ohne Verkaufsdaten
Sie hat noch keine Erfahrungswerte, wie viel ihre Zielgruppe zu zahlen bereit ist. Für sie bedeutet Preisfestlegung, mit einem klar über der Kostenuntergrenze liegenden Einstiegspreis zu starten und die ersten Verkäufe als Datenbasis für spätere Anpassungen zu nutzen.
Nebenberufliches Kursangebot mit wenig Zeit
Sie kann den Kurs nur nebenberuflich betreuen und möchte trotzdem kostendeckend arbeiten. Für sie ist die Kostenrechnung entscheidend: Support-Zeit muss im Preis abgebildet sein, damit der Kurs nicht zur unbezahlten Zusatzarbeit wird.
Spezialisiertes Nischenwissen mit hohem Wert
Sein Thema ist eng, aber wirtschaftlich sehr relevant für die Zielgruppe. Für ihn bedeutet Preisfestlegung, den Preis konsequent am eingesparten Risiko und Planungsaufwand der Käufer auszurichten, statt an den vergleichsweise geringen Produktionskosten.
Prüfungsvorbereitungskurs für Kommilitonen
Seine Zielgruppe hat ein begrenztes Budget, aber einen klaren, dringenden Bedarf. Für ihn passt ein niedrigerer, aber bewusst kalkulierter Preis, der die Kostenuntergrenze sicher überschreitet, ohne die Zielgruppe finanziell zu überfordern.
Lernkurs mit geringem Budget der Zielgruppe
Sie möchte Mitstudierenden helfen, ohne den Kurs zum Vollzeit-Geschäftsmodell zu machen. Für sie bedeutet Preisfestlegung, einen bewusst kleinen Zielumsatz zu definieren und den Preis entsprechend niedrig, aber nicht kostenlos anzusetzen.
Premium-Positionierung mit persönlicher Begleitung
Er verkauft ergänzend zu seiner Beratung ein hochpreisiges Kursformat mit direkter Betreuung. Für ihn ist die wertbasierte Kalkulation zentral: Der Preis muss die eingesparte Beratungszeit und das vermiedene finanzielle Risiko seiner Kundschaft widerspiegeln.
Verkauf über einen Marktplatz wie Udemy
Sie verkauft ihren Kurs über eine Plattform mit regelmässigen Rabattaktionen. Für sie bedeutet Preisfestlegung, den tatsächlich erzielten Preis nach Rabatten zu kalkulieren, statt sich nur am ausgezeichneten Listenpreis zu orientieren.
Internes Weiterbildungsangebot für Firmenkunden
Sein Kurs richtet sich an andere Unternehmen und ersetzt teure Einzelschulungen. Für ihn wird der Zielumsatz durch eingesparte Schulungskosten der Kundschaft ersetzt – eine Preislogik, die er in der Zusammenarbeit über ONSPIRE gemeinsam mit Daniela Isik und Birol Isik klärt.
Einstiegskurs mit Ratenzahlung
Ihr Kurs ist hochwertig, aber für ihre junge Zielgruppe auf einmal schwer zu finanzieren. Für sie bedeutet Preisfestlegung, den Gesamtpreis stabil zu halten und stattdessen eine Ratenzahlung anzubieten, statt den Preis dauerhaft zu senken.
Stufenmodell mit Basic- und Premium-Variante
Seine Zielgruppe reicht von Einzelunternehmern bis zu grösseren Firmen mit unterschiedlicher Zahlungsbereitschaft. Für ihn bedeutet Preisfestlegung, denselben Kurs in zwei Stufen anzubieten und so beide Segmente abzudecken, ohne den Grundpreis künstlich niedrig zu halten.
VERWANDTE THEMENFELDER
Preisfestlegung im Zusammenhang mit dem gesamten Onlinekurs-Aufbau
PREIS · FUNNEL · PLATTFORM · GESCHÄFTSMODELL
Der Preis eines Onlinekurses lässt sich nicht isoliert betrachten. Er wirkt direkt auf Verkaufsprozess, Plattformwahl und das dahinterliegende Geschäftsmodell.
Onlinekurs als Business-Modell verstehen
Der Preis ergibt erst Sinn, wenn die Rolle des Kurses im Geschäftsmodell geklärt ist.
Onlinekurs Funnel aufbauen
Der Preis beeinflusst, wie ein Funnel aufgebaut werden muss, um Vertrauen bis zum Kauf zu tragen.
Onlinekurs Plattform auswählen
Die Plattformwahl entscheidet mit, wie viel Preiskontrolle tatsächlich erhalten bleibt.
Onlinekurs verkaufen
Ein richtig kalkulierter Preis ist die Grundlage für einen nachvollziehbaren Verkaufsprozess.
Wie die Preisfrage mit dem gesamten Onlinekurs-Aufbau zusammenhängt
- Das Geschäftsmodell hinter dem Kurs klären – die Rolle des Kurses bestimmt den Zielumsatz
- Den Verkaufs-Funnel passend zum Preis gestalten – Vertrauen bis zum Kauf aufbauen
- Die richtige Plattform für den gewählten Preis wählen – Preiskontrolle behalten oder abgeben
- Den Kurs mit dem passenden Preis verkaufen – vom Preis zum abgeschlossenen Verkauf
Häufige Fragen zur Preisfestlegung
Wie berechne ich den Preis für meinen Onlinekurs?
Addiere zunächst deine Produktions- und Betreuungskosten, um eine Preisuntergrenze zu erhalten. Lege danach fest, welchen Zielumsatz der Kurs in einem bestimmten Zeitraum beitragen soll, und teile diesen durch die realistisch erwartete Anzahl an Verkäufen. Der daraus entstehende rechnerische Preis wird anschliessend am Wert für die Zielgruppe und an der eigenen Positionierung überprüft.
Was ist der Unterschied zwischen kostenbasierter und wertbasierter Preisfindung?
Kostenbasierte Preisfindung orientiert sich an den eigenen Produktionskosten und garantiert eine Mindestmarge. Wertbasierte Preisfindung orientiert sich am Nutzen für die Zielgruppe und kann deutlich höhere Preise rechtfertigen, wenn der Kurs ein teures Problem löst. Daniela Isik nutzt die Kostenrechnung als Untergrenze und den Wert als eigentliche Preisgrundlage.
Sollte ich meinen Onlinekurs eher günstig oder premium positionieren?
Das hängt von deiner Zielgruppe und deiner bestehenden Positionierung ab, nicht von einer allgemeinen Regel. Ein günstiger Preis passt zu Einstiegsangeboten ohne etablierte Vertrauensbasis, ein Premium-Preis passt zu spezialisierten Angeboten mit klar erkennbarem Nutzen. Ein niedriger Preis signalisiert dabei nicht automatisch mehr Verkäufe, sondern oft nur eine geringere Wertwahrnehmung.
Wie wirkt sich die Plattformwahl auf den Preis aus?
Auf Marktplätzen wie Udemy wird der tatsächlich erzielte Preis häufig durch plattformseitige Rabattaktionen bestimmt, wodurch die eigene Preiskontrolle eingeschränkt ist. Über eine eigene Landingpage lässt sich der Preis dagegen frei und passend zur eigenen Positionierung festlegen. Die Plattformwahl sollte deshalb vor der endgültigen Preisfestlegung geklärt sein.
Ist ein Rabatt eine gute Strategie, um mehr Kurse zu verkaufen?
Ein einmaliger, klar begründeter Rabatt kann kurzfristig Verkäufe auslösen, etwa bei einem Launch. Dauerhafte oder häufige Rabatte schwächen dagegen die Preisstruktur und lassen den regulären Preis unglaubwürdig wirken. Ein zugrunde liegendes Positionierungsproblem wird durch Rabatte nicht gelöst, sondern meist nur verschoben.
Wie oft sollte ich den Preis meines Onlinekurses überprüfen?
Eine Überprüfung lohnt sich immer dann, wenn sich Verkaufszahlen, Zielgruppe oder Positionierung deutlich verändern, mindestens aber einmal im Jahr. Eine Preisänderung sollte dabei nicht isoliert erfolgen, sondern zusammen mit der aktuellen Positionierung und dem Feedback bestehender Teilnehmenden betrachtet werden.
Was ist ein Zielumsatz und wie hilft er bei der Preisfindung?
Der Zielumsatz beschreibt, wie viel ein Onlinekurs in einem bestimmten Zeitraum wirtschaftlich beitragen soll. Er hilft, aus einer erwarteten Anzahl Verkäufe einen rechnerischen Ausgangspreis abzuleiten, der anschliessend am Wert für die Zielgruppe überprüft wird. Ohne einen definierten Zielumsatz bleibt jede Preisdiskussion abstrakt.
Wie funktioniert ein Stufenmodell mit Basic- und Premium-Preis?
Ein Stufenmodell bietet denselben Kurs in mehreren Varianten an, etwa mit und ohne persönliche Begleitung, Community-Zugang oder Zusatzmaterial. So werden unterschiedliche Zahlungsbereitschaften innerhalb derselben Zielgruppe abgedeckt, ohne den Grundpreis für alle Teilnehmenden künstlich niedrig zu halten.
Kann ich mit Daniela Isik meine Preisstrategie individuell besprechen?
Privatpersonen, Coaches und Selbstständige können über das Kontaktformular auf danielaisik.ch Kontakt aufnehmen. Unternehmen und Teams, die Preisstrategien für interne oder externe Weiterbildungsangebote entwickeln möchten, nehmen über ONSPIRE Kontakt auf.
Welche Rolle spielt Ratenzahlung bei der Preisfestlegung?
Ratenzahlung senkt die Einstiegshürde, ohne den Gesamtpreis des Kurses zu reduzieren. Sie eignet sich besonders bei höherpreisigen Kursen oder wenn Unsicherheit über die Zahlungsbereitschaft einer neuen Zielgruppe besteht. Im Unterschied zu einem Rabatt bleibt die Preisstruktur dabei vollständig erhalten.
Wo finde ich weitere Unterstützung beim Aufbau meines Onlinekurses?
Vertiefende Inhalte zu Geschäftsmodell, Funnel, Plattformwahl und Verkauf eines Onlinekurses finden sich in den verlinkten Themenseiten auf danielaisik.ch. Diese bauen inhaltlich auf der Preisfrage auf und begleiten den weiteren Aufbau des Angebots.
Passt diese Methode auch für Unternehmen mit internen Weiterbildungsangeboten?
Ja, die fünf Schritte lassen sich ebenso auf interne oder B2B-Weiterbildungsangebote übertragen, wobei der Zielumsatz dann oft durch eingesparte Kosten oder gesteigerte Kompetenz ersetzt wird. Für diese Situationen ist die Zusammenarbeit über ONSPIRE der passende Weg.
Nächste Schritte und weiterführende Themen
Wer den Preis für den eigenen Onlinekurs festlegen möchte, sollte zunächst die Rolle des Kurses im eigenen Geschäftsmodell klären, bevor die Rechnung beginnt. Anschliessend lohnt sich ein Blick auf den Funnel, über den der Kurs verkauft werden soll, und auf die Plattform, die einen Teil der Preiskontrolle behält oder abgibt. Wer die Preisstruktur anschliessend in einen konkreten Verkaufsprozess übersetzen möchte, findet dazu vertiefende Hinweise zum Verkaufsprozess für Onlinekurse.
Quellen und weiterführende Informationen
- blink.it: Was darf ein Online-Kurs kosten? – Einordnung von Zielumsatz und realistischer Preisfindung.
- Vergleich von Online-Kursplattformen 2026 – Einordnung, wie Plattformwahl die Preiskontrolle beeinflusst.
DEINE ANSPRECHPARTNERIN
Daniela Isik – Expertin für KI-Sichtbarkeit & Content Creation, mit langjähriger Praxis im Aufbau digitaler Bildungsangebote
Daniela Isik verbindet die Preisfrage bei Onlinekursen mit einem klaren Blick auf Positionierung, Wert und Geschäftsmodell. Für Unternehmen, die Preisstrategien für interne oder externe Weiterbildungsangebote entwickeln möchten, steht die Zusammenarbeit über ONSPIRE offen.
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